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Aktuelles aus Apolda

Ida Kerkovius im Kunsthaus Apolda Avantgarde

Im Kunsthaus Apolda startet das Ausstellungsjahr 2019 am 13. Januar mit "Ida Kerkovius - Sie ist ganz Kunst".

Zum 100. Bauhaus-Jubiläum 2019 widmet sich das Kunsthaus Apolda Avantgarde einer außergewöhnlichen Künstlerin, der Malerin, Zeichnerin und Weberin Ida Kerkovius (1879-1970), die Ihr Studium am Weimarer Bauhaus im Wintersemester 1920/21 begann und dort bis zum Ende des Sommersemesters 1923 blieb.

Ida Kerkovius war keine Anfängerin, als sie ans Bauhaus kam, hatte sie doch schon im Jahr 1903 fünf Monate in der "Künstlerkolonie Dachau" bei Adolf Hölzel verbracht und war 1908 nach Stuttgart gezogen, um dort an der Königlich Württembergischen Akademie der Bildenden Künste ihre Studien bei ihm fortzusetzen.

1911 wurde sie seine Meisterschülerin und Assistentin mit eigenem Atelier und unterrichtete in dieser Funktion unter anderem auch Johannes Itten, dessen Schülerin sie später am Bauhaus wurde. 1919 nahm Ida Kerkovius mit Willi Baumeister, Oskar Schlemmer und anderen an Hölzels "Mittwochabenden" teil, die in Hölzels Haus in Degerloch wöchentlich stattfanden, wo einige der späteren Bauhaus-Prinzipien bereits vorgedacht wurden. Am Bauhaus belegte Ida Kerkovius zunächst den Grundkurs bei Johannes Itten, besuchte aber auch die neu eingerichtete Klasse für Weberei, in der sie sich intensiv mit Teppichweberei befasste. Großen Einfluss hatten auch die Unterrichtsstunden bei Paul Klee und Wassily Kandinsky in den Jahren 1921 bis 1923, durch die Ida Kerkovius die Umsetzung ihrer gestalterischen Ideen vervollkommnete und ihre ureigene Bildsprache zur Vollendung brachte.

Das Werk Ida Kerkovius‘ zeichnet sich vor allem durch eine enorme künstlerische Vielfalt aus, die sich von Modeströmungen unbeeinflusst zeigt: So widmete sie sich in ihrem malerischen Schaffen parallel sowohl abstrakten Kompositionen als auch figürlichen Darstellungen. Häufig verband sie sogar beide Formen miteinander und schuf so ein malerisches Universum, das sich stets durch den Willen zum individuellen Ausdruck und durch die Liebe zu Form und Farbe auszeichnete.

Mit etwa 70 Aquarellen, Kohlezeichnungen, Pastellen sowie Ölgemälden aus den Jahren 1908 bis 1970 zeigt das Kunsthaus Apolda Avantgarde einen repräsentativen und farbenfreudigen Querschnitt durch das Schaffen von Ida Kerkovius, von der Alexej von Jawlensky sagte: "Sie ist ganz Kunst".

Ausstellungsplakat
Ausstellungsplakat