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Aktuelles aus Apolda

Restaurierte Stadtuhr jetzt im GlockenStadtMuseum

Stadtuhr im Eingangsbereich des Museums
Stadtuhr im Eingangsbereich des Museums

Seit September 2018 zeigt das Apoldaer GlockenStadtMuseum die Sonderausstellung “UhrZeit - Ohne Apolda drehte sich kein Rädchen/ Uhren aus Ruhla-Glashütte-Weimar“. In diesem Kontext gelangte neben den zahlreichen Armbanduhren auch eine große Apoldaer Stadtuhr wieder ins Bewusstsein. Sie war am 24. Juni 1990 am ehemaligen Kaufhaus Mütherich in der Apoldaer Bahnhofstraße angebracht worden. Im Zusammenhang mit einem Eigentümerwechsel wurde sie abgebaut und eingelagert und geriet (fast) in Vergessenheit. 

Nun wurde sie aufwändig restauriert und fand zum Jahresende im Eingangsbereich des GlockenStadtMuseums einen neuen Standort. Dieser passt gleich in doppelter Hinsicht besonders gut: zum einen zur bereits erwähnten Sonderausstellung und zum anderen zum Hauptthema des Museums, den Glocken.

Im Korpus der Uhr schwingen gut sichtbar vier Glocken. Ursprünglich wurden die vollen Stunden durch ein kleines Glockenspiel angezeigt. Die Komposition dafür schrieb der Weimarer Musikprofessor und Komponist Karl Dietrich (1927-2014). Aufgrund von Schäden an der Uhr, bedingt durch deren Demontage und die jahrelange Einlagerung, war diese Melodie nicht mehr abspielbar. Die wiederhergestellte Uhr bringt nun per Knopfdruck einen Auszug einer weiteren Komposition von Karl Dietrich zu Gehör: „Das Erfurter Glockenspiel". Das Glockenspiel am Erfurter Anger war 1979 von Peter und Margarete Schilling in Apolda gegossen worden. 

Die erneute Inbetriebnahme der Uhr wäre, ohne zwei ehemalige Mitarbeiter des Apoldaer Betriebsteils des Uhren- und Maschinenwerkes Ruhla – Herrn Dieter Erlbeck und Herrn Klaus Hörisch, nicht möglich gewesen. Herr Erlbeck hat ungezählte Stunden in der Werkstatt des Museums zugebracht, repariert, fehlende Teile ergänzt und nach Lösungen getüftelt. Herr Hörisch zeichnet verantwortlich für die Erneuerung der inneren Wandverkleidung sowie dafür, dass die Glocken in neuem Glanz erstrahlen. 

Herzlichen Dank im Namen aller Apoldaer!